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Kirchenvorstand

Kirchenvorstand nicht mehr beschlussfähig

Lippische Landeskirche setzt Bevollmächtigtenausschuss ein

In unserer Kirchengemeinde soll es nach einem früheren Beschluss im Kirchenvorstand 12 Kirchenälteste plus Pfarrer geben, insgesamt also 13 Mitglieder.
Wir waren zuletzt sieben Kirchenälteste und ein entschlossener Kandidat. Bevor der neue Kirchenälteste in das Amt gewählt werden konnte, haben zu Beginn der Kirchenvorstandssitzung am 8. September zwei Mitglieder ihr Amt niedergelegt. So waren es nur noch fünf Kirchenälteste plus Pfarrer. Mit insgesamt sechs Mitgliedern ist der Kirchenvorstand aber nie beschlussfähig und damit automatisch auch nicht mehr handlungsfähig. Dies haben wir in der Sitzung unmittelbar festgestellt und dem Superintendenten der Klasse Ost, Holger Postma, und dem Landessuperintendent Dietmar Arends mitgeteilt.

Da der verbleibende Kirchenvorstand keinerlei Beschlüsse mehr fassen kann, ist dies ähnlich einer Selbstauflösung. Die Lippische Landeskirche wird deshalb einen Ausschuss einberufen, der dann die Vollmacht bekommt, die Gemeinde anstelle des Kirchenvorstandes zu leiten. Im Moment ist niemand dazu befugt, auch nicht der Pfarrer. In den Bevollmächtigtenausschuss werden Menschen aus unserer Gemeinde berufen und sehr wahrscheinlich auch weitere, die unserer Gemeinde nicht angehören. Ein solcher Ausschuss ist dringend nötig, um neue Beschlüsse fassen zu können, Arbeitsverträge zu schließen oder zu verändern, Handwerkeraufträge zu vergeben, die Kosten von mehr als 1.000 Euro umfassen und alle anderen wichtigen Dinge. Alle alten Beschlüsse und alle ordnungsgemäßen Beauftragungen bleiben natürlich weiterhin gültig. Wir zahlen also weiter pünktlich unsere Gehälter und unsere Rechnungen.

Der Bevollmächtigtenausschuss wird dann in ein paar Wochen die Funktion des Kirchenvorstandes übernehmen. Und später wird es dann eine Kirchenvorstandswahl geben, bei der wieder ein ordnungsgemäßer Kirchenvorstand gewählt werden wird.

Stephan Schmidtpeter