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Ostern aushalten

Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen:
„Ich habe den Herrn gesehen“. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte. 
Monatsspruch für April 2022 aus Johannes 20, Vers 18

Die Menschen, die Jesus besonders nahestanden, hatten gerade angefangen zu verarbeiten, dass er gekreuzigt und gestorben war. Trauerarbeit nennt man das, und die ist wichtig: Zurückdenken an den geliebten Menschen, Erinnerungen austauschen und loslassen.

Aber dieser Prozess wird abrupt gestört, kaum dass er begonnen hat. Maria kommt daher und behauptet, sie hätte Jesus gesehen und sogar mit ihm gesprochen! „Ach Maria - lass gut sein“ mögen die Jünger gedacht oder auch gesagt habe. Sie kannten diese Frau. Sie war eine treue Seele und hatte Jesus zu Lebzeiten im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützt. Noch in der Todesstunde stand sie - anders als die Jünger - unter seinem Kreuz. Vielleicht galt sie als psychisch labil oder zumindest etwas „speziell“. Darauf deuten Bemerkungen in den Evangelien und der späteren Überlieferung hin.

Ostern aushalten

Wie dem auch sei - diese Frau passte sich auch als Teil der Jesus-Gemeinschaft nicht ganz an die üblichen Verhaltensweisen an. Nach dem Tod des Meisters hatte es sie mit als erste zum Grab gezogen und dieses leer vorgefunden. Während die Jünger in Jerusalem eine Krisensitzung hielten, um über den Verbleib des Leichnams und das weitere Vorgehen zu beraten, verharrte sie am Grab, wo ihr dann der Auferstandene begegnete. In dessen Auftrag berichtete sie den Jüngern davon, dass Jesus lebte und leibhaftig erschienen war.

Sie verstand was geschehen war ebenso wenig wie alle anderen. Wie es sein konnte, dass der Messias, dem Gott doch alle Macht gegeben hatte, hingerichtet wurde. Aber gut, es war nun mal geschehen. Dass aber ein Toter zum Leben erweckt worden sein sollte war fast noch unheimlicher. Dafür gab es im menschlichen Verstehenshorizont keine Parallele und keine Erklärung. Aber sie war stark. Sie hielt das aus. Sie stellte sich der neuen Realität, die Gott geschaffen hatte ohne diese zu verstehen und ohne sie erklären zu wollen. Sie ak- zeptierte und berichtete in schlichten Worten, was sie gesehen und gehört hatte.

Die Auferstehung ist die wunderbarste Sache, die je passiert ist. Nichts ist mehr wie es war, seit es 3.000 Kilometer südwestlich von hier ein leeres Grab gibt. Ostern hat für uns alle die Tür zum Himmel aufgestoßen. Die Apostel haben diesen Triumph über Tod und Teufel, über Dämonisches und Diabolisches in dieser Welt später packend verkündet und beschrieben. Nie konnte die Christenheit aufhören, darüber Lieder des Staunens und der Glaubensgewissheit zu dichten.

Zuallererst muss man Ostern aber aushalten! Darin ist Maria ein großes Vorbild. Sie flüchtet sich in der Begegnung mit dem Auferstandenen weder in ein vorschnelles „klar, das musste ja so kommen“, noch in ein ungläubiges „das kann ja wohl nicht sein“. Gottes souveränes Handeln gilt es zu akzeptieren, selbst wenn man dafür keine Erklärungen hat. Den Anblick des auferstandenen Jesus gilt es staunend und anbetend auf sich wirken zu lassen, ehe wir die Schlüsse daraus ziehen, die unbedingt gezogen werden müssen.

Ostern feiern

Ich freue mich auf Ostern. Mit Ostereiern, Osterfrühstück, Osterfeuer, Osterglocken und allem was dazu gehört. Nicht zu vergessen die Ostergottesdienste! Darin werden wir mit der ganzen Christenheit in das Triumphlied über den Tod einstimmen und das Leben feiern. Damit das aber nicht oberflächlich wird, sondern uns in der Tiefe des Herzens erreichen kann, wollen wir uns zuerst dem Anblick des leeren Grabes stellen. Wie Maria und nach ihr unzählige andere. Das wird nicht einfach, aber es ist die Voraussetzung für echte österliche Freude und es kann auch Ihr Leben verändern. Nicht „Ach Maria - lass gut sein“ soll unser Ostermotto sein, sondern „Ach Maria, lass uns staunen“.

Frohe und gesegnete Ostern! Wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Rudolf Westerheide

Der liebe Gott sieht alles!

Als Student in Tübingen lud mich meine Zimmerwirtin eines Sonntags zu einem typischen schwäbischen Mittagessen ein. Es würde Spätzle und „Herrgottsbescheißerle“ geben. Spätzle kannte ich schon. Aber Herrgottsbescheißerle? Wie ich erfuhr, erhielten die traditionellen Maultaschen diesen Namen, weil sich in dem Teigmantel wunderbar das Fleisch verbergen lässt, das früher in der Fastenzeit eigentlich verboten war.

Lässt Gott sich so einfach hinters Licht führen? Natürlich nicht. „Der liebe Gott sieht alles!“ Das wissen wir doch seit Kindertagen. Wurde Ihnen damit vielleicht sogar gedroht? Salomo geht aber noch weiter, wenn er betet „Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder“ (1.Könige 8, 39). Demnach beschränkt sich Gottes Einblick nicht auf das, was offensichtlich ist oder getan wird, sondern geht tiefer. Er schließt unsere Gedanken und Gefühle ein – auch die, über die wir uns selber nicht im Klaren sind und die, von denen wir wissen, dass sie Gott nicht wirklich gefallen können.

Interessanter Weise findet der weise König das keineswegs beängstigend, sondern befreiend! Ganz ähnlich Hagar, die von Abraham und seiner Frau zuerst als eine Art Leihmutter benutzt und dann vom Hof gejagt worden war. Als sie an Körper und Seele zerschunden in der Wüste lag, begegnete ihr Gott, um sie innerlich und äußerlich aufzurichten. Ihre neu gewonnene Zuversicht fasste sie in die Worte „Du bist ein Gott, der mich sieht“.

Zur Ehrlichkeit befreit

Der Gedanke, von Gott im wahrsten Sinne des Wortes durchschaut zu sein, wird für mich immer tröstlicher, je älter ich werde. Ich muss mir nichts mehr vormachen und Gott schon gar nicht. Bei ihm sind meine manchmal chaotischen Gedanken und oft schwankenden Gefühle gut aufgehoben. Und ich weiß: Gott geht barmherzig um mit dem, was er da sieht. Er hilft mir dabei, die Gedanken zu sortieren, die Motive zu prüfen und mich von destruktiven Emotionen zu lösen.

Was für eine Befreiung: Wir müssen das, was wir vor Gott sowie nicht verstecken können, auch nicht zu verstecken versuchen. So empfand es wohl auch meine dreijährige Enkeltochter, als sie auf der Heimfahrt im Auto spontan ausrief: „Hallo Gott! Ich freue mich, dass du immer bei mir bist!“ Freuen Sie sich auch und öffnen Sie Gott Ihr Herz.

In diesem Sinne, Ihr Pfarrer Rudolf Westerheide

Ein Zacken aus der Krone

Gedanken zu Weihnachten 2021

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen guten Willens! Amen

Da ist mir doch dieser Tage ein Zacken aus meiner Krone gebrochen. Ich habe es erst gar nicht bemerkt. Es passierte im Kindergottesdienst. Der Zacken lag plötzlich ziemlich vereinzelt umher. Eines von den Kindern hat den Zacken aufgenommen und ihn vorsichtig wieder an der verletzten Stelle eingefügt. Es sah fast aus, als wäre nichts passiert.

Das bricht mir keinen Zacken aus der Krone! Das sagen wir, wenn wir etwas tun, was uns nichts kostet. Was uns nichts abverlangt und unser Ansehen nicht beschädigt. Wenn einem König in uralter Zeit ein Zacken aus seiner Krone gebrochen wurde, dann bedeutete das: Seine Macht war gebrochen. Seine Macht war beschädigt, meist durch sein eigenes Verhalten. Der Gekrönte war nicht mehr so mächtig, wie einst. Und musste im schlimmsten Fall seine Krone an seine Erben weitergeben. Sein Glanz war erloschen.

Corona – das ist Lateinisch und bedeutet: Glanz - Kranz - Krone. Nicht erst seit dem Abend des 13. März 2020, dem Vorabend des ersten Lockdowns, bekränzt sich ein Virus zum Machthaber rund um den Erdball. Ganze Länder und Völker hat es sich erobert. Es zog triumphierend ein in diese Welt und auch in unser Leben. Und es ist, als wäre es uns immer diesen kleinen, entscheidenden Vorsprung voraus. Als wären wir immer zu spät. Und würden immer nur reagieren. Es ist, als drehten wir uns wie in einer immer weiter werdenden Endlosspirale hilflos im Kreis. Corona kränzt unsere Welt mit Ratlosigkeit in diesen Tagen. Diesen Eindruck können wir fast bekommen. Corona stellt die Krone der Schöpfung vor immer neue Varianten und Wellen. Mensch steht benommen davor.

Es ist nicht nur mit unseren Gottesdiensten am Heiligen Abend alles heillos durcheinandergeraten in diesem Jahr. Irgendwie scheint nichts mehr zusammenzupassen. Heike ist dreifach geimpft. Sie hat Nadine und Svenja aus ihrer WhatsApp Gruppe herausgeworfen. Die beiden sind ungeimpft. Sie haben noch viele Fragen zu den gängigen Impfstoffen. Und sie haben den Eindruck, dass diese neuen Impfstoffe tiefer in die Selbstregulationsmechanismen des menschlichen Körpers eingreifen, als herkömmliche Impfstoffe. Totimpfung – Vektorimpfung – mRMA.

Impfung. Nadine und Svenja sind noch unentschlossen. Sie halten Abstand, verzichten auf vieles und lassen sich täglich testen. In Heikes Gruppe war zu lesen: „Wenn Ihr krank werdet, sollte man Euch die Behandlung verweigern.“ Das brachte Paul auf den Plan: „Wenn wir erst anfangen, mit Kategorien von Schuld zu argumentieren, wer darf dann überhaupt noch aufgefangen werden in unserem Gesundheitssystem: Raucher? Menschen mit einer hohen Stress Belastung im Beruf? Was ist mit Verschleißerscheinungen durch Sport? Oder durch Schäden beim Konsum von Drogen? Und was machen wir mit Menschen mit Impfdurchbrüchen und einem schweren Verlauf? Wer ist daran schuld?“ Paul kennt Simone. Simones Vater hat sich im Krankenhaus mit Corona angesteckt. Er hatte Vorerkrankungen. Eine Impfung gab es zum Zeitpunkt seines Todes noch nicht. Er ist gestorben. Genau wie Kurt. Ein letzter Blick, als der Krankenwagen ihn abholte. Ein Telefonat. Seine Frau hat ihn nicht wiedergesehen. Sie unterhielt sich die Tage mit Christa. Christa war dreifach geimpft und hat sich trotzdem infiziert. Sie hatte sich testen lassen. Sonst wäre das Virus unerkannt geblieben. Sie hatte keine Symptome. „Ich treffe mich nicht mit Ungeimpften“, sagt Uwe. Seine Tochter ist 15 und hat das Virus aus der Schule mitgebracht. Sie war nicht geimpft. Das Virus wurde in den Schulferien zufällig durch einen Test für eine gebuchten Urlaub entdeckt.

Menschen erleben das Virus unterschiedlich von unerkannt über seicht bis tödlich, geimpft oder ungeimpft. Und dieses unterschiedliche Erleben scheint uns in diesen Tagen sogar dort auseinanderzureißen, wo wir einander Anfang 2020 noch gegenseitig wertgeschätzt und respektiert haben, wo wir eine Gemeinschaft waren in unseren Familien, in Freundschaften, im Beruf, in der Freizeit und auch in unseren Gemeinden. Nein, Corona - Krone -Glanz - Kranz - beglänzt uns nicht. Das Virus verunsichert, es reißt uns die Masken von unseren Gesichtern und zeigt uns, wer wir sind. So kannten wir einander bisher nicht. Menschen greifen zu Parolen von Hass und Gewalt. Manche der Geimpften und manche der sogenannten Impfgegner nehmen sich dabei gegenseitig nichts. Auch Worte in WhatsApp Gruppen können Gewalt sein. Corona beginnt mit Macht, unsere Herzen zu infizieren. Das Virus spielt mit der Angst. Es weiß, Belohnungssysteme zu aktivieren und die Sehnsucht des Menschen nach Normalität, Genuss, Gemeinschaft und Konsum für sich zu nutzen. Corona weiß Gruppendynamiken und Unsicherheiten für sich zu gebrauchen. Corona bricht uns nicht nur einen Zacken aus unserer Krone. Es spiegelt uns nicht nur unsere Machtlosigkeit, es spiegelt uns die Zerbrechlichkeit unseres Miteinanders.

Eine Zacke abgebrochen beim Erzählen einer Geschichte im Kindergottesdienst. Wenn es nur das wäre.

Wer werden wir nach der Pandemie füreinander sein?

Manche von uns ahnen schon jetzt: Die, die wir füreinander waren, werden wir nie wieder füreinander sein können. Weil uns ein Virus dazwischenkam, das uns seine Krone aufsetzte. Und wir plötzlich scheinbar nicht mehr anders konnten, als einander zu verletzen, uns auszugrenzen, zu beschuldigen und uns Respekt schuldig zu bleiben. Auf allen Seiten.

Und der Engel sprach: „Fürchtet euch nicht. Siehe, ich verkündige Euch eine große Freude, die allem Volk widerfahren wird. Denn Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids.“ Lukas 2,10f
Heiland - Gesalbter - Herr. Drei Hoheitstitel in einem Satz, und dieser Satz ist genau die Mitte der Erzählung, dieser Satz ist der Schlüsselsatz. Heiland – Gesalbter – Herr. So nannte sich der Kaiser in Rom. So wurde er begrüßt, als er einzog in Jerusalem, als er triumphierend die heiligen Geräte des zerstörten Tempels zur Schau stellte und seine Gefangenen vor sich hertrieb. Der Triumphbogen des Titus in Rom erzählt uns davon.

Zwei Jahrtausende nach Augustus krönt sich ein Virus zum Herrscher der Welt. Und wenn wir nicht gut auf uns aufpassen, dann bricht uns Corona alle Zacken aus unserer Krone. Noch triumphiert das Virus und es ist dabei, unsere Seelen zu besetzen. Der Evangelist Lukas schreit uns förmlich sein „Halt!“ entgegen. Beugt Euch nicht vor dieser Krone, vor diesem Glanz, vor diesem Siegeskranz! Ihr gehört zu einem anderen König. Sein Reich ist nicht von dieser Welt. Diese Welt brach ihm alle Zacken aus seiner Krone. Sie schlug ihm seine Zähne aus, sie verbat ihm seinen Mund, sie folterte und tötete ihn. Er starb irgendwo zwischen Himmel und Erde, ja nicht einmal einen Ort zum Sterben gestanden die Mächtigen ihm zu. Und was tat dieser EINE? Er sah, dass sich seine Menschheit mit all dem selbst verletzte. Er erkannte, welch großen Zacken seine Menschheit sich selbst aus ihrer Krone brach, als sie die Liebe verriet. Und noch in seinem Sterben nahm er diesen Zacken. Und setzte ihn vorsichtig wieder ein, dort, wo er abgebrochen war. Der Heiland. Der Retter. Der Herr.

Wir entscheiden, wer uns in unserem Innersten regiert. Wir entscheiden, ob wir in diesen Tagen der Stimme dieses EINEN folgen, oder ob wir zulassen, dass Corona uns entmachtet.

Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids. Wir sind Königskinder. Gekrönt mit dem Glanz des Ewigen. Bekränzt mit seiner Liebe. Seine Herrlichkeit belebt uns. Sein Glanz heilt uns. Er zieht uns zu sich. Wir gehören zu ihm. Weihnachten ist dort, wo ER unsere Herzen regiert und wir uns nicht hinreißen lassen zu dem, was ein Virus uns aufzudrücken versucht.

Nadine und Svenja sind jetzt wieder in Heikes WhatsApp Gruppe. Heike kann die Entscheidung der beiden immer noch nicht nachvollziehen, doch sie akzeptiert inzwischen die Suche und die Fragen der beiden. Für einige ihrer Aussagen hat sich Heike entschuldigt. Es ist jetzt gut. Die Drei sind sich einig: Bis zur Impfung absolute Vorsicht, Abstände, Masken und möglichst wenig Kontakte. Man telefoniert, trifft sich draußen oder per Zoom. Paul ist jetzt öfter bei Simone. Ihre Trauer macht ihn stumm. Er trifft sich trotzdem mit ihr. Seine Treue bedeutet ihr mehr als tausend Worte. Kurts Frau weint immer noch viel. Christa testet sich jetzt immer, bevor sie sie besucht. Uwe zoomt und telefoniert mit seinen ungeimpften Freunden. Oder stellt auch schon mal ein kleines Überraschungspaket vor ihre Tür. Das packen sie dann alle gemeinsam online aus. Euch ist heute der Heiland geboren. Es könnte vieles heil bleiben und heil werden in diesen Tagen. Und wenn das geschähe, dann wäre wirklich Weihnachten. Das Virus mit dem Namen Krone - Glanz - Kranz kann uns Weihnachten nicht nehmen, auch nicht in diesem Jahr. Im Gegenteil, das Virus, das die Welt erobern möchte, fordert uns heraus, uns als Krone der Schöpfung zu erweisen. In der Nachfolge dessen, der nicht von dieser Welt war. Der uns krönt und nicht müde wird, unsere abgebrochenen Zacken sanft einzufügen, wo wir einander verletzten. ER tut das in uns. ER tut das für uns. Der Heiland, der Gesalbte, der Herr. ER segne uns in dieser Nacht. Ehre sei Gott in der Höh`.

Amen

Pn. Sabine Hartung, 24. Dezember 2021

Gottes-Zeit feiern von Zuhause

Sonntags um zehn Uhr läuten die Glocken. Für ein paar Minuten steigen wir aus. Setzen uns zusammen. Entzünden eine Kerze in unserer Mitte. Erleben gemeinsam eine kleine Gottes-Zeit. Dazu brauchen wir nur uns selbst, eine Kerze und diese kleine Liturgie.

Eine(r):
Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen ENTZÜNDEN EINER KERZE

Eine(r) zusammen:
Jesus Christus spricht: „Überall dort, wo zwei oder drei im Schutz meines Namens zusammen kommen, da bin ich mitten unter ihnen.“

KURZE STILLE

Jede(r) für sich:          
Was war schön in der vergangenen Woche? 
Was muss ich loslassen, weil es nicht zu ändern ist? Wo möchte ich mich verändern lassen?
An wen muss ich besonders denken?
Was wünsche ich mir für die nächste Woche?

Alle (abwechselnd?):
Gott, Freund des Lebens, Lebenskraft, besuche du die, die sich jetzt einsam fühlen. Deine Liebe umhülle sie zart. Stärke die, die jetzt für andere sorgen. Gib ihnen Geduld. Gib ihnen Kraft. Erhelle die, die jetzt entscheiden. Mach sie ganz klar. Schenke Mut. Ermahne die, die immer noch verharmlosen. Schenke Einsicht.
Wo wir nicht helfen können, halte unsere Hoffnung offen auf deine Zukunft hin.
Wo das Ganze uns übersteigt, lass uns im Kleinen beginnen. Sei unser Licht in dieser Woche. Zeige uns, was wir tun können. Zeige uns, wer wir sein können. Für uns und die, die mit uns leben.
Vaterunser im Himmel...

Segen (abwechselnd?):
Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen. Der Herr sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir, um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.
Der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst, und dich aus der Schlinge zu ziehen.
Der Herr sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist. Der Herr sei um dich herum, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.
Der Herr sei über dir, um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott. Amen

DAS LICHT DER KERZE WIRD GELÖSCHT